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Tag 8 – Festival n.a.t.u.r.

Am vorletzten und achten Tag im Festival-Wahnsinn und in der n.a.t.u.r. ließen wir es etwas ruhiger angehen – Alle Augen waren schließlich schon auf den großen Tag 9 und VeLo-ve Bochum gerichtet. Ein spannender Vortrag über den Klimaschutz und seine Aufgaben und die Theater-Premiere Herz der Finsternis machten aber auch diesen Festival-Tag unvergesslich.

 

Vortrag Klimaschutz – Eine Aufgabe für Politik, Wirtschaft und BürgerInnen

Wir trafen uns am frühen Abend in der gemütlichen Butterbrotbar am Hans-Ehrenberg-Platz und darum ging’s:

Auf den verschiedenen Politikebenen gibt es eine verwirrende Anzahl von Klimaschutzzielen. Allen gemeinsam ist, dass Politiker ihr jeweiliges Ziel für ambitioniert halten. Welche Reduktionsziele sind aber notwendig? Die Klimaforschung hat hierzu klare Aussagen erarbeitet und diese wurden im Vortrag von unserem Referenten und n.a.t.u.r.-Freund Dr. Ingo Franke vom Arbeitskreis Umweltschutz Bochum erläutert. Franke erläuterte, dass wenn diese Ziele erreicht werden sollen, wir alle handeln und unsere Lebensstile in Richtung Nachhaltigkeit ändern müssen. Dies ist laut Franke ein absolutes „Muss“, wenn wir dramatisch negative Wirtschaftsprobleme und den Zusammenbruch ganzer Ökosysteme verhindern wollen. An lebhaften Beispielen erfuhren wir ganz praktisch und anschaulich wie wir effektiv handeln können und dabei auch unsere Lebensqualität steigern. Ein toller Vortrag von Ingo Franke, der uns auch noch im Nachklang lange in Ohr & Gedächtnis bleiben wird und zum Nachdenken anregt.

 

Theater Premiere: Rottstraße5-Theater Herz der Finsternis

Weiter ging es am Abend im Rottstraße5-Theater mit der n.a.t.u.r.-Premiere von “Herz der Finsternis”. Viele von uns kennen Joseph Conrads Herz der Finsternis, ohne es zu wissen. Francis Ford Coppolas bahnbrechendes Filmmeisterwerk Apocalypse Now basiert – nicht untreu – auf der Vorlage des polnischen, auf Englisch schreibenden Autors. Nicht in Vietnam, sondern im tiefsten Afrika, zur tiefsten Kolonialzeit, muss Marlowe den Taten des gefürchteten Stationsleiters Kurtz aufspüren. Je tiefer Marlowe in die Wildnis kehrt, desto mehr läuft er Gefahr, alles Menschliche hinter sich zu lassen.

Die Inszenierung von Regisseur Alexander Ritter ist düster gehalten – und zwar so düster, dass als der einzige wirkliche komische Moment auf der Bühne geschieht, dem Publikum das Lachen im Halse stecken bleibt. „Herz der Finsternis“ ist von einem entspannten Theaterabend weit entfernt. Regisseur Ritter und seine Schauspieler verlangen dem Publikum einiges ab. Durchhaltevermögen, verquere Empathie und Nervenstärke wurden an diesem unorthodoxen Theaterabend jedem Theatergänger abverlangt.

Das Rottstraße5-Theater wirkt auch wieder einmal als grandiose statische Bühne, die lediglich mit Lichteffekten, Sounds und den Worten des Romans gespeist wird und damit wunderbar auskommt.Mehr braucht es an diesem Abend nicht. Die Romanvorlage in der Theater-Katakombe unter den Bahngleisen und die Stimmung im Raum erzeugen eine ganz eigene Magie.

 

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Um bei so einem reduzierten Konzept dennoch das Theaterherz schlagen zu hören, braucht es gute Schauspieler. “Herz der Finsternis” hat sie. Matthias Hecht und Mark Tumba glänzen in ihren Rollen und stellen den seelischen und körperlichen Untergang leibhaftig dar. Ein begeistertes Publikum war die Folge!

 

Wir halten fest: Das Rottstraße5-Theater hat schon manche starke Inszenierung gesehen, aber die n.a.t.u.r.-Premiere “Herz der Finsternis” gehört sicherlich zu den stärksten der letzten Jahre!

 

Tag 7 – Festival n.a.t.u.r.

Tag 7 – Das war für euch: Der Fotoworkshop, Slam Shot 7, Wine Thursday meets Festival n.a.t.u.r. und die Filmvorführung “On the Bride’s Side”.

Workshop Fotodruck auf Holz 

Ihr träumt von einzigartigen Erinnerungsstücken? Fotografien müssen nicht immer auf Papier als Trägermaterial zu finden sein. Per Hand und mit etwas Geschick können die Fotos auf andere Materialien übertragen werden – In diesem Fall verwendeten wir in unserem Workshop im Innenhof der ZAK und des Jungen Schauspielhauses Holz , welches vorher einen anderen Bestimmungszweck hatte (z. B. Holz vom Sperrmüll oder die Käseplatte des Weichkäses aus dem Supermarkt). Ein dem Drucker (am besten Laser) entstammendes Foto wurde dabei mittels Acrylpaste auf das Holzstück aufgebracht. Wir hatten mit unserem Fotografen “Phlippphlapp”, der den Workshop leitete, sichtlich viel Spaß und waren begeistert. Das Ergebnis waren wundervolle, eigene Fotos auf Holz – einzigartige n.a.t.u.r-Erinnerungsstücke.

Slam Shot 7 im Freibeuter

Energiewende, was bedeutet das eigentlich? Und was bedeutet das speziell für uns im Ruhrgebiet? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Dipl.-Ing. Daniel Bläser beim siebten und letzten Slam Shot im Freibeuter und präsentierte uns die Landkarte der Energiewende. Daniel Bläser referierte über die Ansätze und Handlungsmöglichkeiten, anhand derer wir bzw. die Kommunen und Städte im Ruhrgebiet die Energiewende innovativ und zukunftsförderlich angehen können. Ebenfalls stand im Anschluss an Vortrag & Diskussion das legendäre FreibeuterMusikquiz von Franco
ganz im Zeichen von n.a.t.u.r.

 

Wine Thursday meets Festival n.a.t.u.r. 

Juhu, der nächste Wine Thursday fand statt!

Und wie immer war an diesem Donnerstag Abend für jeden Besucher im Weine vor Freude-Basislager in der Pieperstraße im Ehrenfeld etwas dabei:  Es gab vegetarisch bis vegane Kleinigkiten zu essen, natürlich leckere Weine zu probieren und einen rundum lockeren, schönen Abend zu verbingen.

Ganz im Sinne der Natur hatten unsere Wine-Thursday-Freunde Winzer Stefan Reinhart aus der schönen Pfalz eingeladen, der Weine seines Bioland Weingutes mit bringt. Der nach biologischen Richtlinien erzeugte Wein ist naturbelassen, charaktervoll und umweltschonend. Der Winzer verwendet keine chemischen oder mineralischen Düngemittel und richtet sich bei dem gesamten Herstellungsprozess nach der Mondphase. Außerdem wird auf die Begrünung des Weinberges geachtet. Von Rosé über Riesling bis hin zum Spätburgunder hatte der sympathische Winzer einiges zu bieten.

Wein im Einklang mit der n.a.t.u.r. und Weine vor Freude im Einklang mit dem Festival n.a.t.u.r., na wenn das kein toller, harmonischer Abend war! Als kleines Highlight wurde als letzte Runde Hochprozentiges aus der Region ausgeschenkt.

Wir freuen uns, dass die Oktober-Ausgabe des Wine Thursday im Rahmen des Festival n.a.t.u.r. stattfand!

 

Filmvorführung “On the Bride’s Side”

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V.und das Festival n.a.t.u.r. luden am späten Abend von Tag 7 zur Filmvorführung von “On the Bride’s Side” in die Proberäume des Jungen Schauspielhauses in die ZAK ein – und ihr habt uns die Bude bis zum letzten Platz gefüllt!

Kurz für den Hintegrund und für die von euch, die an diesem tollen Donnerstagabend leider nicht dabei waren:

Ein palästinensischer Schriftsteller, Khaled Soliman al Nassiry, ein italienischer Journalist, Gabriele del Grande, und ein Filmemacher, Antonio Augugliaro entschließen sich dazu, syrische Flüchtlinge nach Schweden zu schmuggeln. Getarnt als Hochzeitsgesellschaft brechen sie in Mailand auf, um fünf Flüchtlinge von Italien nach Schweden zu fahren – auf öffentlichen Wegen und geheimen Pfaden, aber immer in der Angst, von der Polizei gefasst zu werden. Denn Flüchtlinge, die in Italien eingetroffen sind, dürfen das Land nicht wieder verlassen. Dabei gehören sie noch zu den Glücklichen, die die Reise in den Tod überlebt haben. Auch davon berichtet der Film in packenden und zugleich unaufdringlichen Szenen. Während der viertägigen Reise durch Frankreich, Luxemburg, Deutschland (eine Station ist tatsächlich auch Bochum) und Dänemark erzählen die Protagonisten ihre Geschichten und Träume in der Hoffnung auf eine Zukunft ohne Kriege und Grenzen.

Im Anschluss an den Film fand ein sehr interessantes und spannendes Gespräch mit Christian Cleusters, Akteur in “On the Bride’s Side” und Mitarbeiter bei Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V., statt.

Wir fanden die außergeöhnliche Dokumentation, die anschließende Diskussion und eure positive Resonanz einmalig und sind sehr froh, dass wir diesen Film zeigen und einen kleinen Beitrag zum aktuell sehr wichtigen Thema beisteuern konnten. Wer sich mal ein Bild über die tolle und wichtige Arbeit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum machen will, sollte einfach den Internetauftritt der Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. besuchen.

Die Filmvorführung gehört sicherlich zu einem der Highlights unser diesjährigen Festivals!

Tag 6 – Festival n.a.t.u.r.

Tag 6 unseres Festival n.a.t.u.r. 2015 stand ganz im Zeichen unserer Slam Shot-Reihe! Gleich drei Slam Shots fanden am Abend gleichzeitig statt und wir riefen den “Super Slam Shot Wednesday” für euch aus! Zudem starteten wir am Mittwoch unsere große Fahrrad-Spendenaktion für Geflüchtete in Bochum! Außerdem geschah noch vieles mehr am sechsten Festival-Tag – Viel Spaß!

Festival n.a.t.u.r. meets Fahrrad-Schrauberaktion

tf7clbBOn0an_ujyVkh1F6fljakpZgkW6oSujlh1-joBereits mehrere Festival-Tage vor Tag 6 wurde im Hof der Zukunftsakademie NRW fleißig gewerkelt. Der Grund war folgender: Wir riefen die BochumerInnen dazu auf ihre ausrangierten Fahrräder für Geflüchtete zu spenden und die Resonanz erschlug uns im positiven Sinne!  Mehr als 250 Drahtesel wurden bei unserer “Fahrradschraubaktion” von Bürgern unserer Stadt abgegeben.

Die Fahrräder wurden von unseren n.a.t.u.r.-HelferInnen im Hof der ZAK repariert und im Anschluss an Geflüchtete in Bochum gespendet.

Wir sind begeistert von eurer Spendenbereitschaft und ein bisschen stolz auf die Aktion & das großartige Engagement unserer Stadt!

 

Super Slam Shot Wednesday

Im Rahmen unseren Slam Shot-Reihe luden wir zeitgleich an diesem Abend ins Orlando, Tucholsky und in die ZAK ein.20150930_natur_orlando058-9 Los ging es im Orlando mit Professor Markus Gehnen von der TFH Bochum und dem spannenden Thema “Smart Buildings – Effizienter Energieeinsatz in Gebäuden”. Wer „Smart Building“ hört, denkt vielleicht auch gleich an „Smartphone“. So abwegig ist das nicht; in letzter Zeit liest man viel von Systemen, die eine Licht- oder Heizungssteuerung per App versprechen. Damit ein Gebäude effizient mit Energie umgehen kann, gehört aber viel mehr dazu, wie Professor Gehnen uns verriet. Von der Bauausführung über die technische Gebäudeausrüstung bis hin zu ihrer Steuerung muss alles zusammenpassen. Das „smarte“ daran ist dann die Art und Weise, wie das Zusammenspiel der Systeme organisiert ist, ohne den Nutzer damit zu überfordern. Professor Gehnen brachte uns die innovative Technik im gemütlichen Orlando auf smarte Art und Weise näher und wurde mit einer musikalischen Performance von unserer Singer-Songwriterin Jules unterstützt.

Versauert, verschmutzt, erwärmt, überfischt – das ist das Schicksal vieler Meere, Flüsse und Gewässer und war das Thema des Slam Shots 6 im schmucken Café Tucholsky im Bermuda3eck. Wie aber reagieren die Ökosysteme auf die vielen Stressfaktoren? Dies wollte Prof. Dr. Florian Leese (Uni Duisburg-Essen) mit uns zusammen herausfinden. Wie stark der Mensch die Ökosysteme belastet, untersucht Professor Leese derzeit an Fluss-Systemen. 20150930_natur_tucholsky057-36Professor Leese nahm uns mit auf eine Zeitreise der verschiedenen Ökosysteme und jedem Zuhörer wurde bewusst, wie wichtig die biologische Vielfalt für unseren Planeten ist und wie schnell diese sich (durch den Menschen) verändert. Leese referierte über Arten im Südpolarmeer und in der Tiefsee, über  die Folgen für die Umwelt und die Möglichkeiten jedes Einzelnen, etwas gegen das angeprangerte Schicksal zu tun. Abgerundet wurde der spannende Vortrag durch unser sympathisches Vater-Tochter “Pfeifduo”, die über ein tolles Vogel-Gezwitscher-Repertoire verfügten und auch die ein oder andere bekannte Pop-Melodie wiedererkennen ließen. 

Mit den Aufgaben der Klimaethik beschäftigte sich Prof. Dr. Klaus Steigleder (Ruhr-Universität Bochum) derweil zur gleichen Zeit in der ZAK. 20150930_natur_zak059-23Der von uns Menschen bewirkte Klimawandel gehört zu den gefährlichsten und dringendsten Problemen unserer Zeit. Klimaethik ist vor allem Risikoethik. Die wichtigste Frage ist, welche globale Erwärmung riskiert werden darf. Professor Steigleder resümierte abschließend (und sein Appell fiel energisch aus), dass schnellstmöglich eine umfassende und ganz drastische Reduktion der globalen Kohlendioxidemissionen stattfinden müsse. Der Abend wurde von Anton Richard am Cello musikalisch begleitet, der zu seinen musikalischen Stationen neben St. Petersburg, Köln und Essen, nun auch die ZAK NRW in Bochum zählen darf.

 

Fieberwelten-Lesung im Neuland

Den Abschluss von Festival Tag 6 bildete die Lesung: Geschichten aus der Fieberwelt im Neuland in der Rottstraße. Fiebrige Ästhetik trifft urbanen Rausch – Das war das Motto des Abends und Sam Greb, der bereits vor zwei Jahren schon einmal Gast des Festival n.a.t.u.r. war, erfüllte unserer Erwartungen voll und ganz!

i-T7Xb6MrzV5GrWTcLdYewBvWCA-jrmeDvMmc_66a5wDie Fieberwelt ist ein Ort des Exzesses, bevölkert von irrlichternden Gestalten. Das Hässliche birgt in sich eine Schönheit, die dem Unvorsichtigen zum Verhängnis werden kann. Sam Greb, der Gemahl Chronist des Exzesses, schreibt fiebrige Tatsachenberichte und surreale Fantasien. Seine Geschichten sind eine Liebkosung des Verfalls und des Desolaten sowie Liebeserklärungen an die Hoffnung. Doch Sam Greb spricht nicht. Es ist sein treuer Begleiter, der den Erzählungen Leben einhaucht und die Zuhörer in die Fieberwelt entführt… und so war es dann auch: Sam Greb entführte uns mit in seine fieberhaften Geschichten und wir lauschten gespannt! Ein toller, spannender und zugleich surrealer Abend, den wir alle im Neuland miteinanderverbringen durften! Sam,Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

 

Das war Tag 6 des Festival n.a.t.u.r. 2015!

 

Tag 5 – Festival n.a.t.u.r.

Weiter geht es mit Tag 5 in unserem Festival-Rückblick! Mit dabei: Slam Shot Numero 3, Netzwerk X und Graffiti Avantgarde! Viel Spaß!

 

Wir gehen chronologisch vor:

Neben einzigartigen Ausstellungen u.a. von Marius Tippkämper mit “Wetterwerk” und “getAway” in der ZAK oder Leo Namislow im Café Kalinka über den Tag verteilt, ging es am Abend mit dem Netzwerk X in den Rottstraße5-Kunsthallen weiter. Bei veganer Küche und gemeinsamen Essen wurde über den großen Themenkomplex “Prekär, Priveligiert & Ausgebeutet – Frei ohne Geld” diskutiert. Das gemeinsame Wehklagen und eine kritische Positionsfindung waren überaus spannend, wenn auch nicht immer ein und diesselbe Meinung oder ein Lösungsvorschlag vorherrschte.

Wesentlich einstimmiger und harmonischer verlief hingegen Slam Shot 3 im Freibad im Bochumer Ehrenfeld. Zahlreiche Interessierte und vor allem junge Studenten folgten unserem Aufruf in die alteingessene und originelle Bochumer Kneipe, um den Vortrag “Nachhaltigkeit – Eine Einführung” von Stephan Wallaschkowski zu lauschen. Die Themen des Abends waren (obwohl im Freibad, ohne Badehose & Schwimmflügel) die aktuellen weltweite Umweltveränderungen, der Klimawandel und seine Ursachen sowie die ökologische und sozialen Folgen eines steten “weiter so”. Sichtlich gebannt hörten sich die knapp 50 Zuhörer mögliche Alternativen, nachhaltige Entwicklungsszenarien und Handlungsstrategien von Stephan Wallaschkowski an. Auch die anschließende Diskussion wurde lang und intensiv geführt und schließlich drehte sich alles um die entscheidende Frage: Was kann jeder Einzelne tun? Um ein letztes positives Gefühl bei diesem ernsten und wichtigen Thema nicht zu verlieren, sorgte unser unterhaltsamer wie positiv verrückter Beatboxer Jibbel Jay (Supakool-Gang) für gute Laune und den ein oder anderen fetten Beat vor und nach dem Vortrag. Slam Shot 3 und der Abend mit Stephan Wallaschkowski wird vielen von uns in positiver (nachhaltiger) Erinnerung bleiben – Wir fanden es spitze!

Last but not least: Natürlich hatte auch Tag 5 einen letzten Programmpunkt und der fand in der schmucken Ehrenfeld-Eisdiele I AM LOVE statt. Fragen bei einer Kugel Eis waren: Was ist im Graffiti Avantgarde? Wie verhalten sich die ungenehmigten Malereien auf Betonbrücken und U-Bahnzügen zu den Inhalten und Idealen der klassischen Kunst-Avantgarden? Robert Kaltenhäuser führte durch den Abend anhand überraschend aktueller und historischer Graffiti-Bezüge und vermittelte so ein wenig kritisches Rüstzeug beim Blick auf die Stilblüten einer so gehypten wie gehassten Kunstform. Der freie Kurator und Publizist (“beyond StreetArt”, “Zugriff – Schriften zum visuellen Ungehorsam”) nahm uns auf erstaunlich erfrischende Art und Weise mit in die Welt einer Subkultur.

Das war Tag 5 des Festivals n.a.t.u.r.

Tag 4 – Festival n.a.t.u.r.

In unserem Festival n.a.t.u.r.-Rückblick geht es heute mit Tag 4 (Montag) weiter! Als besonderes Highlight ist sicherlich unsere neu geschaffene “Slam Shot”-Reihe zu nennen, die an diesem Tag mit zwei abendlichen Shots im Bermuda3eck ins Rennen geschickt wurde. Natürlich gab es aber noch allerhand mehr an diesem vierten Festival-Tag zu erleben und zu entdecken: Ausstellungen und Perfomances, Netzwerk X und und und – Hier ein kleiner Überblick für euch!

Das Netzwerk X öffnete von Montag bis Mittwoch ganztägig seine Pforten in den Rottstr5-Kunsthallen in Bochum. Als Büro, Kontaktzentrum, Lesehalle und Arbeitsraum boten die Kunsthallen in diesen Tagen Möglichkeit zum Austausch, Kennenlernen, Essen und Mitmachen. Unter Titeln wie “Lese-X-Arbeit”, “Kaffee, Kuchen und fröhlich Verwirrrung” bis hin zu Diskussionen a la “Von Leerständen und Freiräumen, Besetzungen und Bürgerinitiativen” war sicherlich für jeden Besucher der Kunsthallen etwas (außergewöhnliches & nicht-alltägliches) dabei. Einzigartige Atmosphäre, revolutionäre musikalische Untermalung und ein leckeres Buffet luden an jeden der drei Netzwerk-X-Tage auf jeden Fall zum Verweilen ein. Als Gastgeber stand der X Kenner, Künstler und Aktivist Joscha Hendricksen in der gesamten Öffnungszeit Rede und Antwort.

Wir ernten was wir säen – Mit diesem Slogan traf sich die Ruhrstadtgartenmiliz, unsere Festival-Akteure der ersten Stunde, zur gemeinsamen Samen-Sammel-Wanderung mit einigen Neupflanzungen. Vom Café Treibsand ging es quer durch die Stadt und es wurde gesäet was das Zeug hält, getreu dem Motto: Wir ernten was wir säen! In der ZAK (Zukunftsakademie) erzählte Hardy Bock derweil spannende Geschichte für Kinder und junggebliebene Erwachsene.Zwischen Legenden, Alltagsmysterien und Liebesgeschichten ranken sich die Wortklabautereien: Galaktischer Schwachsinn – Ein sensibles Live-Hörspiel mit Bumms und Tiefgang. Das war der Titel unseres sensationellen Live-Hörspiels und die Beschreibung hielt was sie versprach. Wir waren hin und weg und im galaktischen Schwachsinn regelrecht gefangen!

Kommen wir zum Highlight des vierten Festivaltages – Unsere Slam Shots starteten:

Unter dem Motto “Wissenschaft trifft Kunst trifft Kneipe” brachten wir Slam Shot 1 und 2 ins Three Sixty und Mandragora ins Bermuda3eck. Die Vortragsreihe behandelte Themen wie Ökologie, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung und beschäftigte sich mit Fragen des Klima- und Strukturwandels in unserer Region. Unsere Vortragenden unterrichten alle an den umliegenden Universitäten und Hochschulen in Bochum und dem Ruhrgebiet.

Während Professor Christian Melchers im Three Sixty über den Nachbergbau und die Entwicklung unseres Ruhrgebiet dozierte, wollte Johannes Lovarencic mit seiner Vision “Ruhrlandsee” einen Großteil des Ruhrgebiets fluten. Die beiden Vortragenden hatten zusammen sichtbar Spaß und spannende wie neue Visionen über die Zukunft des Ruhrgebiets entstanden.

Etwas weniger drastisch ging es im Mandragora zu, als Dr. Lars Tata von der Hochschulkooperation UniverCityBochum durch den Abend führte und fragte, was Bochum als Studierendenstadt ausmachte und im Gespräch mit den Zuschauern neue Aspekte, Visionen und Möglichkeiten für Bochum auslotete. Für die musikalische Untermalung in der Ur-Kneipe des Bermuda3ecks sorgte, dass Bochumer Duo “Wenn einer lügt dann wir”.

Die beiden ersten Slam Shots wurden von den Zuhörern als überaus facettenreiches und sehr gelungenes Format aufgenommen.

Unsere vielfältigen Ausstellungen und Performaces im Café Eden, Blondies, Badalona und Co. starteten ebenfalls allesamt am Montag in die Festivalwoche und rundeten Festival Tag 4 ab!

Tag 3 – Festival n.a.t.u.r.

Der Sonntag und gleichzeitig Tag 3 des Festival n.a.t.u.r. 2015 war mit Veranstaltungen und spannenden Programmpunkten pickepackevoll. Highlights des dritten Festivaltages waren auf jeden Fall die Filmvorführung von Valentin Thurns “10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?” und das Abendkonzert der fulminanten Grandbrothers in der Bochumer Christuskirche.

Gestartet wurde am frühen Sonntag Morgen mit einem leckeren Frühstück im Casablanca Kino im Bermuda3eck. Gut gelaunt und vor allem “satt” warteten die Interessierten auf den aktuellen Film von Valentin Thurn “10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?”. Der Journalist und Filmemacher Valentin Thurn, der vor allem mit dem Film “Taste the Waste” und als Mitgründer von Foodsharing bekannt geworden ist, stellt in seinem neuesten Kinofilm die Frage, wie die 2050 auf unserem Planeten lebenden 10 Milliarden Menschen satt werden können und sucht dafür weltweit nach möglichen Lösungen. Im Anschluss an den Film konnten wir Valentin Thurn höchstpersönlich als Gast begrüßen und eine spannende Diskussion rund um den Film und seine vorherigen Arbeiten entbrannte.

Auch am Nachmittag hatten wir einige Aktionen: Aaron Stratmann, einer der Kuratoren unseres Festivals, führte die “Vernissage Fahrradtour” durch alle Ausstellungsorte des Festival n.a.t.u.r.. Ebenfalls eine Radtour führte die “Spielplätze-Entdeckertour per Rad für Kinder und Eltern” durch unsere grüne Stadt. Am späten Nachmittag konnte sich jeder noch ein Bild über die spannende und improvisierte Theater-Performance von Lena Tempich im “Freibad” machen, während Marcel Postert im Q1 durch die Gedichtperformance: “Viele Wege führen ins Revier” führte.

Für den feierlichen Abschluss des dritten Festival-Tages sorgten Sonntag Abend die Grandbrothers in der Christuskirche. Es lässt sich festhalten: Wir waren restlos begeistert! Der Auftritt des Electro-Piano-Duos war sicherlich eines unserer Festival-Highlights – Erol & Lukas haben uns an diesem ganz besonderen Abend in ihre atemberaubenden Klangwelten mitgenommen und im einmaligen Ambiente der Christuskirche in ihren einzigartigen Bann gezogen! Wer nach gestern Abend nicht genug von den beiden sympathischen Kerlen kriegen kann, sollte sich weiterhin auf Soundcloud alle Tracks der beiden anhören und genau verfolgen, wann die beiden das nächste mal im Ruhrgebiet spielen.

D.A.N.K.E. – VeLo-ve Bochum 2015

Wir sagen D.A.N.K.E.!

Bei fantastischem Wetter und sommerlichen Temperaturen entdeckten fast 2.600 Teilnehmer bei VeLo-ve Bochum unsere Stadt auf dem Rad und schenkten dem Festival n.a.t.u.r. in seiner nun 5. Auflage einen unfassbar tollen Start an seinem Abschlusstag. An den 31 teilnehmenden Stationen des Bochumer Kunst- und Kulturbetriebes sowie besonderen Orten und Kultstationen gab es unzählige Attraktionen und Aktivitäten für die neugierigen Radler zu bestaunen.

Schnippeldisko_IINeben unser ganztägigen modernen Stadtrundfahrt und kulturellen Schnitzeljagd in der Innenstadt von Bochum, konnten wir ebenfalls beim gleichzeitig stattfindenden  “Yard meets n.a.t.u.r.” – Upcycling-Markt mehrere hundert Besucher begrüßen.

Nach dem Ende von VeLo-ve sammelten sich viele Teilnehmer, Helfer und Besucher des Festivals auf dem Springerplatz zur Schnippeldisko, unserer großen Abschlussfeier. Mit der Hilfe von Wam Kat und seiner Fläming Kitchen wurden aus einer Tonne Gemüse – das aufgrund von EU-Normen sonst tagtäglich weggeworfen wird – über 800 Portionen Suppen verarbeitet und an die Festivalbesucher sowie Bewohner des Griesenbruchs am Ende dieses ereignisreichen Tages verteilt.

Auch die Ortsangaben einiger Gewinner bei der Abschlusstombola haben mit: Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hattingen und Co. gezeigt, dass das Festival mittlerweile bereits über die Grenzen Bochums hinaus bekannt ist. Und sogar einige Teilnehmer aus der Landeshauptstadt des Freistaats Bayern konnten wir an diesem Tage begrüßen – trotz einer nicht minder kleinen Konkurrenzveranstaltung auf den dortigen Theresienwiesen.

SchnippeldiskoEine leckere Suppe bei der Schnippeldisko (oder heißt es nun Schnibbeldisko?!), eine tolle Atmosphäre bei Musik und sommerlichen Temperaturen sowie die besondere Orte und Menschen unserer Stadt und nicht zuletzt die geduldigen Bewohner des Griesenbruchs verwandelten die Schnippeldisko als Abschluss des Festival in ein großes und wundervolles Stadtteilfest. Natürlich bedanken wir uns auch bei unseren grandiosen DJ’s Mr. Swingback, Ruhr Breeze und Brassputim für die musikalische Untermalung des Abends & die faszinierende Lichtshow.

Wir möchten allen Beteiligten: Partnern, Künstlern, Akteuren, Helfern, Initiativen, der Stadt Bochum, dem RVR und dem Land NRW einfach nur eins sagen:

“D.A.N.K.E. – VeLo-ve Euch!”

Wir melden uns in den nächsten Tagen mit den ersten Bildern, Berichten und O-Tönen zu den einzelnen Veranstaltungen und Tagen zurück. Und ab sofort geht’s ans große Aufräumen und Abbauen sowie eine ordentliche Nachbearbeitung in Form einer Evaluation und Dokumentation.

VeLo-ve Bochum 2015 startet!

Heute um 11 Uhr startet endlich unsere große VeLo-ve Fahrradaktion! Ihr steht wahrscheinlich schon genauso in den Startlöchern wie wir. Also sehen wir uns ab gleich @ 31 Stationen! Hier noch einmal die Kurzfacts für unseren gemeinsamen Tag:

 

Von 11 bis 18 Uhr schwingen wir uns zu tausend auf’s Rad und werden Bochum, das Viktoriaquartier UND unsere 31 Stationen beradeln! Seid dabei und erlebt Bochum von einer ganz anderen Seite! Nachdem ihr alle fleißig geradelt seid, treffen wir uns gemeinsam auf den Springerplatz (ab 18 Uhr!)und starten in die Schnippeldisko ! Eure hungrigen Mäuler werden mit Suppe zufrieden gestellt und wir feiern gemeinsam die n.a.t.u.r. !

VeLo-ve Bochum: Unsere Tombola-Preise stehen fest

Morgen früh ist es endlich soweit: VeLo-ve Bochum startet! Von 11 bis 18 Uhr schwingen wir uns zu tausend auf’s Rad und werden Bochum, das Viktoriaquartier UND unsere 31 Stationen beradeln! Ihr braucht nur unsere VeLo-ve Fahrkarte!

Auf der Fahrkarte sind sämtliche Stationen (mit kurzem Infotext) eingetragen sowie ein großes Feld zum Abstempeln, auf dem die Teilnehmer von jeder Station einen Stempel sammeln können, wenn die dazugehörige Rätselfrage korrekt gelöst wurde. Dabei sind die Stationen in 8 Farbgruppen unterteilt – wer mindestens einen Stempel aus jeder Farbgruppe sammelt, ist berechtigt an der kleinen VeLo-ve-Tombola teilzunehmen.Wer mindestens 2 Stationen aus jeder Farbgruppe findet, kann an der großen VeLo-ve-Tombola teilnehmen.

 

 

Tombolapreise VeLo-ve

Die folgenden Tombola-Preise werden von unseren einzelnen VeLo-ve Stationen verlost:

 

Das Labor

2 x 1 “Nerdpräsent-Korb”

 

Christuskirche

1 x 2 Tickets für Urban-Urtyp-Konzert (ab Januar 2016)

 

Speckschweiz

2 x 1 Buch

 

Der Kortländer

2 x Verzehrgutscheine Kugelpudel á 20 Euro

 

adhoc-Kunstraum

2 x Eine Flasche adhoc-Bier + Ausstellungsheft

 

Springerplatz

2 x  Kinder-USB-Müllwagen + Salatbesteck

 

Rottstr 5 Theater

2 x 2 Eintrittskarten

 

Urbanatix

2 x 1 Eintrittskarte

Kunstmuseum Bochum

1x Katalog “50 Jahre Kunstmuseum”, 1 x Katalog “Out of the office”

 

Alte Pantoffelfabrik

1 x Fußballschale, 2 x Fußball-Schlüsselanhänger

 

Atrium Stadtwerke

2 x Preise vom n.a.t.u.r.-yard im Wert von 20 Euro

 

Kachel-Carré

2 x “Überraschungstüten”

 

Grete-Penelope-Mars-Platz

1 x 2 Tickets fürs Schauspielhaus

 

KGV Ehrenfeld

1 x 2 Aloe Vera- Pflanzen

 

Springorum Radweg

1 x :Picknickdecke u. 1 x Radkarten Metropole Ruhr,

1x :Picknickdecke u. Radkarte Ruhr u. Radkarte Erlebnis, Radtouren Metropole Ruhr

 

KAP Bühne

1x Gutschein Three Sixty, 1 x Gutschein Tucholsky (jeweils 20 Euro)

 

Viertel Vor Ehrenfeld

2 x 20 Euro Verzehrgutschein butterbrotbar u. I AM LOVE

 

Truck Tracks

1x CD von Grandbrothers , 2 x1 Buch von Urbane Künste Ruhr (Bildband)

 

Romanusplatz

2 x Radwanderkarten Bochum

 

ZAK NRW

2 x 1 Bücher

 

Zur Postkutsche

2x Verzehrgutscheine 15 Euro

 

Prinz Regent Theater

1 x 2 Tickets

 

Zeche1

1×2 Tickets

 

Bochumer Symphoniker

1x 2 Tickets

 

UniverCity

2 x 1     “Überraschungspaket”

 

Maarbrücke

2 x 1 Buch “Walterland”

 

Jahrhunderthalle

1 x Jahrhunderthalle-Umhängetasche, 2x T-Shirts Jahrhunderthalle, 1 x Jahrhunderthallebrettchen, 1 x Schlüsselband USB-Stick u. Stift

 

Q1

1x Tasche Frisbee und Cap

 

Holgers Erzbahnbude

2 x 20 Euro-Verzehrgutschein

 

 

Die Tombola ist Mittelpunkt der gemeinsamen Abschlussveranstaltung nach Ende der Tour ab 18 Uhr auf dem Springerplatz!

Tag 2 – Festival n.a.t.u.r.

Was am Freitag aus dem “Untergrund” geschah, startet jetzt hochoffiziell: Die Eröffnung des n.a.t.u.r.-Festivals 2015. Es würde natürlich nicht den Namen tragen, wenn es nicht genau darum ginge: Nachhaltigkeit, ein kulturell vielfältiges Viktoriaviertel und viele Bäume für Bochum.

Einen dafür pflanzte das n.a.t.u.r.-Team am Samstag Nachmittag zusammen mit dem neuen Oberbürgermeister Thomas Eiskirch am Tana-Schanzara-Platz (auch wenn dieser die Stichwahl erst einen Tag später gewann). Bevor hier bald wie geplant die Bagger rollen, wollten wir uns noch mit einem grünen Gruß verewigen und Tana einen ehrenwerten Platz bescheren.Gleich nebenan auf dem Hans-Ehrenberg-Platz gab es parallel beim “Organism Cube” gleich eine kleine – oder eher große Sensation zu bestauen und zwar den größten Zuckerwürfel, den ihr jemals gesehen habt! Der “Organism Cube” hat uns förmlich umgehauen und seine (roten) Spuren sind zwischen Butterbrotbar und I AM LOVE immer noch zu erkennen.

Ein Festival ohne Musik? Ja, das geht – aber nicht mit uns! Bei unserer obligatorischen “urban air”-Party zogen STEREO und LILIAN CASH, RATATOUILLE und BOTICELLI BABY sowie BANDA SENDEROS und LEMUR alle Register. Während STEREO und LILIAN CASH mit Singer/Songwriter- und Soul- und Hip Hop-Tunes durch den Nachmittag groovten, zuckten zum Ska von RATATOUILLE die ersten Tanzbeine. Mit Kontrabass und Bläsern machten BOTICELLI BABY ordentlich Radau und luden ein auf eine Reise zurück ins New Orleans der 1920er Jahre. Keinen Fleck auf, vor oder neben der Bühne ließen BANDA SENDEROS mit ihrem Wutausbruch aus Bläsern, Freudensprüngen des Dancehalls und Rhythmik des Pop unbetanzt – ein perfekter Wegbereiter für den Headliner LEMUR. Auf Bennys (Ex-Herr von Grau) Raps hatten viele Besucher gewartet – und das dankte der Rapper seinen Fans mit bester Laune und schickte die Meute tanzend in den Sonnenuntergang.

Außerdem sorgten FINKENKRAUT und das HOODOO-SOUNSYSTEM an der Hoodoo-Truck-Stage (ja, dem “Feierwehr”-Auto von der Tanzdemo) für elektronische Klänge. Besonders originell: Unser OpenAir-Gelände auf dem Vorplatz des Riffs. Da beim n.a.t.u.r.-Festival auch das Mitmachen im Vordergrund steht, gehörten Siebdruck- und Painting-Sessions genauso zum Programm wie Merchandise-Boutiquen und Tanz- und Kleinkunst-Performances.

 

VeLo-ve Bochum: Morgen geht’s los und letzte Infos

Morgen ist es endlich soweit! “VeLo-ve” Bochum startet und wir sind heiß wie frittenfett!

Von 11 bis 18 Uhr schwingen wir uns zu tausend auf’s Rad und werden Bochum, das Viktoriaquartier UND unsere 31 Stationen beradeln! Seid dabei und erlebt Bochum von einer ganz anderen Seite! Nachdem ihr alle fleißig geradelt seid, treffen wir uns gemeinsam auf den Springerplatz und starten in die Schnippeldisko ! Eure hungrigen Mäuler werden mit Suppe zufrieden gestellt und wir feiern gemeinsam die n.a.t.u.r. !

Hier noch ein paar Infos, sodass wir morgen alle einen schönen Tag erleben können und nichts schief geht:

Infos VeLo-ve (11 bis 18 Uhr):

VeLo-ve Fahrkarten sind morgen noch an ALLEN Stationen verfügbar und können von euch gegen eine Spende von 3 Euro erworben werden.

• Ihr müsst morgen mit eurer Radtour bzw. Kultur- Schnitzeljagd nicht unbedingt am Springerplatz starten. Alle Stationen sind offen und können von euch direkt zu Beginn angefahren werden (ab 11 Uhr). Die Reihenfolge ist dabei völlig egal!

An einigen Stationen wird es die Möglichkeit geben, etwas zu Trinken und/oder zu Essen zu kaufen. Natürlich solltet ihr euch für unsere ultimative Fahrradtour mit genug flüssiger und fester Nahrung und Verpflegung versorgen. Denkt an euch! Ab 18 Uhr starten wir dann die Schnippeldisko auf dem Springerplatz und es gibt kostenfrei Suppe für alle!

 

Abschlussveranstaltung + Schnippeldisko auf dem Springerplatz:

Wie schon angekündigt, werden wir in der Schnippeldisko tonnenweise Gemüse zu mehreren tausend Suppenportionen verarbeiten. Das Gemüse, welches wir am morgigen Samstag alle gemeinsam schnippeln und verspeisen werden, würde sonst weggeworfen werden. Es kann natürlich sein, dass wir nach unserem gemeinsam Festmahl am Samstag Abend noch viel Suppe übrig haben, die wir natürlich nicht wegschmeißen wollen.

Also daher unser Tipp: Bringt euch Lebensmittelbehälter und Tupperprodukte mit, in denen ihr Suppe für euch, eure Familie und Freunde mitnehmen könnt. Gerne könnt ihr auch den ein oder anderen Jutebeutel mitnehmen, um überschüssiges Gemüse mitzunehmen, welches wir nicht mehr verkochen können.

Wir freuen uns riesig auf den morgigen Tag und auf euch!

 

Auf den Sattel, fertig, los! VeLove- Bochum 2015

 

 

Tag 1 – Festival n.a.t.u.r.

Nach Tagen der digitalen Enthaltsamkeit bzw. dem täglichen Festivaltreiben in der Offline-Welt wollen wir uns einfach mal wieder mit einem Lebenszeichen aus der n.a.t.u.r. bzw. dem Büro zurückmelden und auf die ersten Tage von Festival n.a.t.u.r. 2015 zurückblicken, obwohl wir ja noch mittendrin (im Festival) sind, statt nur dabei.

Wir beginnen mit Tag 1 (Freitag 25. September).

Was ist eine Tanzdemo? Nein, sie hat – zumindest in unserem Fall – nichts mit Politik zu tun. Deswegen konnten die freundlichen Polizisten, die uns begleiteten, ihre dicken Schulterpolster auch gleich wieder einpacken. Wir wollen uns einfach durch den tristen Alltag Bochums tanzen. So geschehen am vergangen Freitag auf dem Husemannplatz. Als “Lauti” (Lautsprecherwagen) diente das originelle Hoodoo-Mobil: ein Oldtimer, der aus der Feuerwehr eine Feierwehr macht.

Tanzend zog es die Feierfreunde durch die Viktorastraße zum Rathausvorplatz, wo es immerhin pseudo politisch wurde: Ein packender Redebeitrag überzeugt die Masse. Begeistert von der Idee, das Ruhrgebiet zum riesigen “Ruhrlandsee” von Oberhausen bis zur Cranger Kirmes zu fluten, zog die Demo in Polizeischutz in Richtung Bermudadreieck. “Her mit dem Ruhrlandsee, nie wieder pumpen!”, forderte man im Sprechchor zu den Klängen des DJ-Teams “Baulter”. Die Idee: Für den Ruhrlandsee müssen die Pumpen abgeschaltet werden, die dem Ruhrgebiet zur Zeit das Schachtwasser fernhalten. Eine Ersparnis von vielen Millionen Euro, nur müssten dafür weit über 100.000 Menschen umgesiedelt werden.

“Wir stopfen das Ozonloch”, hieß die Devise dann am Engelbert-Brunnen. Wie alles begann, referierte Schauspieler Arne Nobel mit seiner Fassung von “Prometheus”. 99 bunte Luftballons wurden verteilt und nach einem Countdown gleichzeitig steigen gelassen – zum Song “Freedom” ein Gänsehautmoment.

Nicht unter die Haut, sondern aufs Trommelfell ging die Abschlussaktion des Tages: Angelockt von den Rhythmen Sebastians und Thomas zogen Tanzdemo und Pseudo-Wutbürger mit Trommeln und Eimern in Richtung KAP-Bühne. Als der Mob am lautesten war, stießen auch noch die rund 50 Radler der Critical Mass-Gruppe Bochum mit Fahrrad und Klingeln dazu – denn wenn einer klingelt, dann klingeln alle. Die Biker hatten zuvor eine Radtour durch Bochum gemacht, um sich die Straße zurück zu holen. Gemeinsam war man lauter als die A40 im Berufsverkehr.

Das Abschließende Bier auf der n.a.t.u.r.-Eröffnungsvernissage in der Zukunftsakademie? Mehr als verdient!

Aktuelles & Änderungen rund um VeLo-ve Bochum

In zwei Tagen startet „VeLo-ve“, unsere moderne Stadtrundfahrt in Verbindung mit einer künstlerisch kulturellen Schnitzeljagd rund um die Bochumer Innenstadt. Alle Stationen werden von unseren Stationshelfern von 11 bis 18 Uhr besetzt sein. Bei ein paar Akteuren hat sich im Ablauf noch einmal ein wenig was geändert. Folgende Stationen sind davon betroffen:

 

 

  • Die Station “Urbanatix” im Henry-Bessemer-Park öffnet erst ab 12 Uhr die Pforten ihrer Räumlichkeiten

 

  • Die Station “Truck Tracks” steht jetzt An der Krümmede hinter der Justizvollzugsanstalt Bochum

 

  • Die Station “Das Detroit-Projekt” am Grete-Penelope- Mars Platz wird bis 17 Uhr von Akteuren des Schauspielhaus Bochum besetzt sein

 

  • An der Station “Maarbrücke” (An der Maarbrücke, Bochum-Goldhamme) wird ab 16 Uhr ein Straßenfest stattfinden

 

Gerne könnt ihr euch mit Fragen an uns wenden. Außerdem gibt es noch einige freie Plätze für unsere geführte Radtour um 11 Uhr! Meldet euch hier an:

velove@festival-natur.de

 

Flashmob “Stadt von morgen” am Freitag (25.9.)

Liebe n.a.t.u.r.-Freunde!

Am heutigen Freitag (25.9.) starten wir in diesjährige Ausgabe unseres Festivals mit einem Eröfffnungsflashmob!

Von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr ziehen wir durch die große Baustelle namens Innenstadt und krempeln mit unserem Flashmob „Stadt von morgen“ den Einkaufs-Wahnsinn eines scheinbar ganz normalen Freitags einfach Mal auf links. Kreative und interessierte Teilnehmer gesucht!

Die Grundidee ist eine Tanzdemo in Kombination mit 4 – 5 Flashmobs. Wir beginnen um 16 Uhr mit einem Demonstrationszug am Hauptbahnhof. Von dort aus führt die Route an 4 – 5 Plätzen vorbei, macht dort Halt und sammelt den dort stattfindenden Flashmob ein.

Der Hauptakteur: Du! Dein Verein, deine Klasse, deine Clique. Die Bühne: Die Straße!

Flashmob “Stadt von morgen” – Freitag, 25.9. – der Spielplan

#1 Tanzdemo hinterm Partybus
Treffen: 17 Uhr am Husemannplatz
Flashmob: 17:00 – 17:20 Uhr – Tanz durch dein Ruhrgebiet (/Viktoriastraße)!
An den Decks: das DJ-Team Baulter. #REFUGEESWELCOME!

# 2 Pseudo-politische Wutbürger-Demo für den Ruhrlandsee
Treffen: 17:00 Uhr – an der Christuskirche, Treffen zum Bannermalen
Flashmob: 17:30 Uhr – Rathausvorplatz
Wir fordern: Ruhrlandsee Jetzt! Ruhrgebiet fluten! Stellt die Pumpen,
die das Ruhrgebiet
vor dem Schachtwasser schützen, ab! Ein Haus am See für alle!
Achtung: Der blaue Block schießt scharf mit Wasserpistolen und
Seifenblasen!
– Bastelt Schilder, ruft Parolen, malt die schönsten „Transpis“,
kommt im Badeoutfit!

#3 Ruhrlandsee-Tanzdemo #2 hinterm Partybus
– Treffen: 17:40 Uhr – Willy Brandt-Platz (Rathausvorplatz)
– Flashmob: Der “blaue Block” zieht tanzend hinterm Partybus über die
Viktoriastraße weiter in Richtung Bermudadreieck.

# 4 Wir stopfen das Ozonloch mit Luftballons
Treffen: 18:10 Uhr – Kerkweg, Luftballons sammeln und verteilen
Flashmob: 18:15 Uhr – Engelbert-Brunnen am Bermudadreieck
Steigenlassen der Ballons nach Countdown für einen bunten Himmel über
Bochum. Dazu liest Arne Nobel eine Interpretation von “Prometheus”
Sobald die Luftballons fliegen, trommeln wir uns zur KAP-Bühne.

# 5 Trubel, Tanz und Trommeln – Wir sind lauter als die A40!
Treffen: 18:15 – vorm Riff-Parkplatz (…wenn ihr nicht schon im Korso
dabei seid & dazustoßen wollt.)
Flashmob: 18:30 – 19 Uhr – KAP-Bühne, Konrad Adenauer-Platz, Bermudadreieck
Auf der Bühne eine Tanz- und Trommelgruppe, davor & dabei wir. Mit
Trommeln, Eimern, Töpfen, Gießkannen… machen wir mal richtig Lärm. Wir sind
gespannt auf eure Instrumente, stellen aber auch einige zur Verfügung.

# 6 Abschluss bei der n.a.t.u.r.-Eröffnungsfeier
Gemütlicher Ausklang der Aktion bei Freigetränken und leckerem Essen für
die erschöpften Akteure bei der n.a.t.u.r.-Eröffnungsfeier in der
Zukunftsakademie (ZAK) auf der Humboldstraße 40.

 

 

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung!

Liebe Grüße aus der n.a.t.u.r.!

 

Info VeLo-ve Bochum – Kostenloses Metropolrad + Geführte Touren

Am 3. Oktober planen wir mit unserer ganztägigen Aktion VeLo-ve das gemeinsame kulturelle Rudelradeln durch Bochum. Für unsere große Schnitzeljagd mit ganz viel Kunst, Ökologie und Kultur auf der Strecke, braucht jeder Teilnehmer einen Drahtesel oder ein anderes emissionsfreies Gefährt, wie z. B. ein Longboard oder ähnliches.

Wenn Du nicht mit deinem eigenen klimafreundlichen Vehikel kommen kannst oder schlichtweg kein Rad hast, kannst Du kostenlos ein metropolradruhr für den ganzen Tag nutzen.

Dazu musst du dich im Vorfeld einfach auf www.metropolradruhr.de registrieren und kannst am Aktionstag mit dem auf der Fahrkarte abgedruckten Gutscheincode ein Metropolrad freischalten. Der Gutscheincode ist nur am 03.10. gültig.

Außerdem wird es bei VeLo-ve geführte Touren geben. Du kannst die Tour zusammen mit einem sachkundigen Guide abfahren, der Dich an ausgesuchten Stationen mit tiefergehenden Infos versorgt. Treffpunkt für die rund 90-minütige Tour ist um 11, 12, 14 und 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde am Springerplatz. Sei schnell und melde Dich für eine der geführten Touren an – Die Plätze sind rar! Anmelden kannst Du dich unter: velove@festival-natur.de

Auf den Sattel, fertig, los!

Hier gehts zur Anleitung für Dein kostenloses Metropolrad!

Unser “8 mal 8”-Interview mit Joscha Hendricksen

Künstler, Kurator oder kunstpolitischer Aktivist – Genau zu definieren was Joscha Hendricksen macht und welche Rolle er beim Festival n.a.t.u.r. spielt, ist gar nicht so einfach zu erklären. Wir versuchen Licht ins Dunkle zu bringen und stellen euch in der vierten Ausgabe von „8 mal 8“ Joscha vor.

Joscha tritt in seinen extrovertierten und anti-autoritären Perfomances als avantgardistischer Vocalist, Kaberettist sowie als Komponist auf. Zudem ist Joscha Teil und Moderator von Netzwerk X. Das Netzwerk X ist 2011 angetreten, um die Zustände im Kunst- und Kulturbetrieb im Ruhrgebiert zu verbessern. Das Projekt umfasst beispielsweise die Planung und Durchführung von Aktionen zur Erschließung von Freiräumen anhand von kunstpolitischen Aktionen.

Unser langjähriger Festivalfreund Joscha deckt in unserer Interview-Reihe „8 mal 8“  die Festival-Sparte Netzwerk & kunstpolitische Aktion im öffentlichen, urbanen Raum ab.

Joscha, mit welchen gesellschaftlichen und politischen Problemen hast du dich in den letzten Wochen beschäftigt und welche lassen dich nicht zur Ruhe kommen?

Das Verhältnis zwischen den Menschen und Institutionen. Zwischen Staat und Gesellschaft. Die Reichweite des eigenen Handelns und den Ansprüchen, die man an sich selbst stellt. Mich treibt folgende Frage rum: Welche Rolle spielt Kunst, Kommunikation und Aktivismus in unserem demokratischen Informationsaustausch und Zusammenleben? Dabei geht es natürlich immer um die Entwicklung unserer Gesellschaft. Und natürlich nicht zuletzt die Themen Flucht, Vertreibung und Krieg. Diese vielfältigen persönlichen und gesellschaftlichen Themen haben mich in letzter Zeit bewegt.

 

Das sind auf jeden Fall viele Dinge, die dich beschäftigen. Reduzieren wir es auf eine Thematik: Was würdest du als dein Schlüsselerlebnis in letzter Zeit bezeichnen?

In Essen wird zur Zeit darüber diskutiert, ob wir ein selbstverwaltetes Refugee Welcome-Zentrum aufbauen. Dabei sind die großen Fragen, wie sich das auf der Verwaltungsebene und auf der politischen Ebene überhaupt umsetzen lässt. Das ist natürlich auch ein politischer Beitrag.

 

Joscha, wie definierst Du Kunst?

Kunst zu machen setzt für mich an der Stelle an, an der es sein muss und ich mich nicht mehr anders ausdrücken kann. Kunst ist für mich immer eine Form der Ästhetik und ein Umgang mit dieser.

 

Was motiviert dich Kunst zu machen und was willst du mit deiner Kunst erreichen?

Mich motivieren die Menschen. Letztlich ist es auch eine Sehnsucht etwas auf die Bühne zu bringen, was meiner Meinung nach fehlt und was ich selbst gerne sehen würde. Ich will einen Raum schaffen für Kunstformen, die im Mainstream kaum Platz finden, Nischen bedienen und eine spezifisch-konsequente Form von Kunst darstellen.

 

Vervollständige folgenden Satz: Das Festival n.a.t.u.r. ist für mich…

…ein interessanter Versuch, Kunst mit verschiedenen Organisationen und Strukturen zu vermischen und etwas zu gestalten – und nicht zuletzt ein lustiges Festival!

 

Was macht das Festival n.a.t.u.r. für dich so spannend und worauf freust du dich bei der diesjährigen Ausgabe besonders?

Ich freue mich, ein Teil des Festivals zu sein. Außerdem hoffe ich viele interessante Gespräche und einen Austausch zu führen. Vielleicht kommen auch kritische Diskussionen zustande, welche ich auch künstlerisch umsetzen kann. Wir nähern uns gemeinsam und voller Vorfreude dem Gegenstand: Festival n.a.t.u.r. 2015.

 

Schauplatz des Festivals ist Bochum. Hast du einen speziellen Lieblingsort in unserer Stadt?

Ich habe lange in Bochum gewohnt und mein Lieblingsort ist der Stadtpark in Bochum. Der Stadtpark ist einfach wunderschön.

 

Was macht das Ruhrgebiet für dich aus?

Meine vielen Freunde! Es ist für mich immer besonders spannend hier zu sein, da diese vielen persönlichen Kontakte mir mein Künstlerdasein und meine Projekte enorm erleichtern. Das Ruhrgebiet ist ein spannender Spielort!

Wer Joscha und seine Performance einmal live erleben möchte: Von Montag dem 28.9. bis Mittwoch den 30.9. lädt das Netzwerk X ganztägig in die Rottstr5Kunsthallen. Als Büro, Kontaktzentrum, Lesehalle und Arbeitsraum bieten die Kunsthallen in diesen Tagen Möglichkeit zum Austausch, Kennenlernen, Essen und Mitmachen. Als Gastgeber steht Joscha der gesamten Öffnungszeit Rede und Antwort. Besucht ihn! Das Programm für die Tage findet ihr hier:

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Radio Bochum berichtet live vom Festival

Dank Radio Bochum, unserem diesjährigen Medienpartner, geht’s fürs Festival und VeLo-ve Bochum ab sofort mit diesem sympathischen Trailer in den Äther hinaus:

Und am Veranstaltungstag von VeLo-ve Bochum selbst, steht Radio Bochum den ganzen Tag lang mit einem Ü-Wagen auf dem Springerplatz und berichtet von dort sowie mit zwei Reportern auf ihren Drahteseln live von den Stationen.

Wir freuen uns schon riesig auf den 3.Okt!

Akteure für unseren Flashmob gesucht!

Am Freitag eröffnen wir auf ganz besondere Art und Weise unser Festival. – Es wird laut, bunt und spektakulär!

Denn von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr ziehen wir durch die große Baustelle namens Innenstadt und krempeln mit unserem Flashmob “Stadt von morgen” den Einkaufs-Wahnsinn eines scheinbar ganz normalen Samstag einfach Mal auf links.

Danach geht’s dann zur offiziellen Festivaleröffnung in die Zukunftsakademie, wo Freigetränke und leckeres Essen auf die erschöpften Akteure des Flashmobs warten.

Gesucht werden hierfür 50 Akteure. Also klick einfach auf unser:

Helfer-Formular

und trag unter “Sonstige Angaben” einfach “Flashmob – Stadt von morgen” fürs Festival n.a.t.u.r. ein.

Und gib am besten auch sofort deinen Freunden Bescheid!


Auch hier gilt: Helft uns! Teilt diese Seite bzw. diesen Aufruf mit euren Freunden, Arbeitskollegen und Kommilitonen (auf FB, Whats App, Twitter & Co. – siehe die Buttons direkt hier drunter) und bringt das Festival so in aller Munde und den Flashmob in Bewegung!

Das Festival lebt vom mitmachen und mitgestalten – Werdet Teil des Festival n.a.t.u.r.!

Unser “8 mal 8”-Interview mit Lena Tempich

Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen. Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe könnte auch von unserer aktuellen Interview-Partnerin stammen. Im dritten Teil unserer Interview-Serie „8 mal 8“ stellen wir euch die Künstlerin Lena Tempich vor. Lena wohnt seit sechs Jahren in Bochum, ist Figurenspielerin, (Sand-)Bildhauerin und ausgebildet in somatischer Bewegungskunst. Zudem arbeitet Lena als Performerin und gibt Workshops im Bereich Tanz- und Bewegungstheater.

Ihre Performance Lokal Global (27. September ab 16 Uhr im Freibad) beim Festival n.a.t.u.r ist ein Bürgerprojekt von Bürgern für Bürger! Das Konzept des Abends sieht vor, dass Künstler unterschiedlicher Disziplinen den Abend zusammen performativ gestalten. Bisher fand der Lokal Global-Abend vier Mal an verschiedene Orten in Bochum statt. Die kompanie liaison à faire, Teil der freien Theater- und Performanceszene des Ruhrgebiets, ist der Gastgeber des Abends. Jeder Abend ist einzigartig und nicht wiederholbar. Improvisation,  Partizipation und Interdisziplinäres sind die spannenden Zutaten, aus denen dieser Performance-Abend gebacken wird.

Lena deckt in unserer Interview-Reihe natürlich die Festival-Sparte Kunst ab. Wir führten mit Lena ein Interview nach allen Regeln der Kunst.

Lena, welches gesellschaftliche Thema hat dich in den letzten Wochen bewegt?

Am meisten bewegt hat mich das Thema Migration. Die Thematik ist natürlich gerade sehr aktuell, aber ich habe mich auch schon vorher stark dafür interessiert. Besonders mit der Frage, wie wir mit dieser globalen Situation und unserer Verantwortung als Gesellschaft umgehen. Das sind auch Fragen und Anregungen, mit denen ich mich bei Lokal Global beschäftige. Bei Lokal Global greifen wir das auf einer kleineren Ebene auf und versuchen etwas politisch, gesellschaftlich in Verbindung mit Kunst zu aktivieren.

 

Was würdest du als dein Schlüsselerlebnis in letzter Zeit bezeichnen?

Ich erinnere mich an einen Moment in einer Theaterprobe: Ein Teil der internationalen Gruppe hat sich auf Französisch unterhalten und die restliche Gruppe hat nichts verstanden und fühlte sich für eine bestimmte Zeit ausgegrenzt. Wenn man das auf eine globale Ebene emporhebt, dann muss man sich zwangsläufig fragen: Wie können wir erreichen, dass wir die Globalisierung miteinander schaffen und nicht gegeneinander, sodass sich am Ende keiner ausgegrenzt fühlt. Wie kann die Situation entstehen, dass wir zusammen an einem Strang ziehen, trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen. Das ist eine Herausforderung für alle. Letztlich geht es darum, ein Miteinander zu schaffen.

 

Lena, was erwartet die Menschen, die dich und deine Kunst-Performance noch nicht kennen?

Es gibt zwei verschiedene Aspekte. Der eine steckt schon im Namen der Veranstaltungsreihe: Lokal Global. Das heißt: Es gibt metaphorisch gesehen kein draußen und kein drinnen, da jeder Teil des Ganzen ist. Der Zuschauer findet nicht diese klassische Bühnensituation vor. Anhand von performativen Strategien und Experimenten ist der Zuschauer in Bewegung und mitten im Geschehen. Das spiegelt sich in der Kunst-Performance wieder. Der zweite Aspekt ist, mit Improvisation zu arbeiten, verschiedene Akteure aus verschiedenen Disziplinen kommen zusammen und gestalten etwas gemeinsam allein das bezieht das Publikum schon mit ein, weil es Teil des Moments ist, indem etwas entsteht. Improvisation ist letztlich eine Praxis.

 

Was motiviert dich?

Mich motiviert eine Art der Kommunikation und des Ausdrucks zu finden, die man so im normalen Leben und im Alltag nicht findet. Das ist eine Sehnsucht und ein inneres Bedürfnis von mir. Im Theater kommen Menschen zusammen, die auf anderen Ebenen miteinander in Kontakt treten, kommunizieren und etwas schaffen.

 

Vervollständige folgenden Satz: Das Festival n.a.t.u.r. ist für mich…

…eine schöne Möglichkeit Menschen aus der ganzen Stadt und den unterschiedlichsten Gebieten und Disziplinen zusammenzubringen. Ich sehe das Festival n.a.t.u.r. als Bürgerfest, das es anhand seines Spirits schafft Menschen zu aktivieren, zusammen zu kommen, sich zu zeigen. In einer Stimmung, die der Natur und den Menschen gegenüber freundlich gestimmt ist.

 

Was macht das Festival n.a.t.u.r. für dich so spannend und worauf freust du dich bei der diesjährigen Ausgabe besonders?

Ich bin ein Teil des großen VeLo-ve Aktionstag in der Pantoffelfabrik und hoffe, dass wir auch dort viele Gäste willkommen heißen dürfen. Außerdem freue ich mich sehr auf die Begrünungsaktion auf dem Tana-Schanzara-Platz.

 

Mal ehrlich: Hast du einen speziellen Lieblingsort in unserer Stadt?

Lange Zeit war das FKT (Freies Kunst Territorium) mein Lieblingsort in Bochum. Leider gibt es diesen Ort nicht mehr. Ich mag den Westpark und den Stadtpark sehr gerne. Zusätzlich hat man dort auch noch die Jahrhunderthalle. Ich bin gerade auf der Suche nach meinem neuen Lieblingsort in der Innenstadt.

 

Das Festival n.a.t.u.r. findet im Herzen des Ruhrgebiets, in Bochum, statt. Was macht das Ruhrgebiet für dich aus?

Mich fasziniert am Ruhrgebiet der Wandel, der hier zu spüren ist. Man hat das Gefühl, dass etwas passiert.  Auch wenn man das vielleicht nicht immer auf den ersten Blick sieht. Im Ruhrgebiet ist auf jeden Fall eine ganze Menge Potenzial vorhanden.

Wenn ihr Lena und ihre Performance Lokal Global erleben wollt, dann kommt am 27. September ab 16 Uhr ins Freibad. Mehr Informationen über die Veranstaltung und Lenas’ Performance findet ihr unter: http://festival-natur.de/veranstaltung/performance-lokal-global/. Seid dabei!

Die Fahrkarten, bitte!

Die Fahrkarten für VeLo-ve Bochum sind da!

Auf dieser befinden sich:

  • alle wichtigen Infos zum Ablauf des Tages
  • eine (Schatz)Karte mit allen 31 Stationen
  • die Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Stationen
  • sowie die Stempelkarte, die Du zur Teilnahme an der Tombola benötigst.

Du erhältst die Karten an allen teilnehmenden Stationen oder in den Läden mit unserem ‘Wir machen mit!’-Aufkleber. Fahrkarte_II

Nicht vergessen: Die Teilnahme für den 3. Okt ist kostenlos! – Wenn du uns und all die teilnehmenden Akteure, Künstler und Musiker aber gerne unterstützen möchtest, kannst du dies mit unserer ‘VeLo-ve Bochum’ Fahrkarte tun.

Die Fahrkarte bekommst du beim Kauf unseres ‘VeLo-ve’-Buttons für 4€, mit den ersten 50 Tour(n)beuteln oder ab einer Spende von 3€ als kleines Dankeschön dazu.