Urban Air

Tag 2 – Festival n.a.t.u.r.

Was am Freitag aus dem “Untergrund” geschah, startet jetzt hochoffiziell: Die Eröffnung des n.a.t.u.r.-Festivals 2015. Es würde natürlich nicht den Namen tragen, wenn es nicht genau darum ginge: Nachhaltigkeit, ein kulturell vielfältiges Viktoriaviertel und viele Bäume für Bochum.

Einen dafür pflanzte das n.a.t.u.r.-Team am Samstag Nachmittag zusammen mit dem neuen Oberbürgermeister Thomas Eiskirch am Tana-Schanzara-Platz (auch wenn dieser die Stichwahl erst einen Tag später gewann). Bevor hier bald wie geplant die Bagger rollen, wollten wir uns noch mit einem grünen Gruß verewigen und Tana einen ehrenwerten Platz bescheren.Gleich nebenan auf dem Hans-Ehrenberg-Platz gab es parallel beim “Organism Cube” gleich eine kleine – oder eher große Sensation zu bestauen und zwar den größten Zuckerwürfel, den ihr jemals gesehen habt! Der “Organism Cube” hat uns förmlich umgehauen und seine (roten) Spuren sind zwischen Butterbrotbar und I AM LOVE immer noch zu erkennen.

Ein Festival ohne Musik? Ja, das geht – aber nicht mit uns! Bei unserer obligatorischen “urban air”-Party zogen STEREO und LILIAN CASH, RATATOUILLE und BOTICELLI BABY sowie BANDA SENDEROS und LEMUR alle Register. Während STEREO und LILIAN CASH mit Singer/Songwriter- und Soul- und Hip Hop-Tunes durch den Nachmittag groovten, zuckten zum Ska von RATATOUILLE die ersten Tanzbeine. Mit Kontrabass und Bläsern machten BOTICELLI BABY ordentlich Radau und luden ein auf eine Reise zurück ins New Orleans der 1920er Jahre. Keinen Fleck auf, vor oder neben der Bühne ließen BANDA SENDEROS mit ihrem Wutausbruch aus Bläsern, Freudensprüngen des Dancehalls und Rhythmik des Pop unbetanzt – ein perfekter Wegbereiter für den Headliner LEMUR. Auf Bennys (Ex-Herr von Grau) Raps hatten viele Besucher gewartet – und das dankte der Rapper seinen Fans mit bester Laune und schickte die Meute tanzend in den Sonnenuntergang.

Außerdem sorgten FINKENKRAUT und das HOODOO-SOUNSYSTEM an der Hoodoo-Truck-Stage (ja, dem “Feierwehr”-Auto von der Tanzdemo) für elektronische Klänge. Besonders originell: Unser OpenAir-Gelände auf dem Vorplatz des Riffs. Da beim n.a.t.u.r.-Festival auch das Mitmachen im Vordergrund steht, gehörten Siebdruck- und Painting-Sessions genauso zum Programm wie Merchandise-Boutiquen und Tanz- und Kleinkunst-Performances.