Slam Shot 3

Tag 5 – Festival n.a.t.u.r.

Weiter geht es mit Tag 5 in unserem Festival-Rückblick! Mit dabei: Slam Shot Numero 3, Netzwerk X und Graffiti Avantgarde! Viel Spaß!

 

Wir gehen chronologisch vor:

Neben einzigartigen Ausstellungen u.a. von Marius Tippkämper mit “Wetterwerk” und “getAway” in der ZAK oder Leo Namislow im Café Kalinka über den Tag verteilt, ging es am Abend mit dem Netzwerk X in den Rottstraße5-Kunsthallen weiter. Bei veganer Küche und gemeinsamen Essen wurde über den großen Themenkomplex “Prekär, Priveligiert & Ausgebeutet – Frei ohne Geld” diskutiert. Das gemeinsame Wehklagen und eine kritische Positionsfindung waren überaus spannend, wenn auch nicht immer ein und diesselbe Meinung oder ein Lösungsvorschlag vorherrschte.

Wesentlich einstimmiger und harmonischer verlief hingegen Slam Shot 3 im Freibad im Bochumer Ehrenfeld. Zahlreiche Interessierte und vor allem junge Studenten folgten unserem Aufruf in die alteingessene und originelle Bochumer Kneipe, um den Vortrag “Nachhaltigkeit – Eine Einführung” von Stephan Wallaschkowski zu lauschen. Die Themen des Abends waren (obwohl im Freibad, ohne Badehose & Schwimmflügel) die aktuellen weltweite Umweltveränderungen, der Klimawandel und seine Ursachen sowie die ökologische und sozialen Folgen eines steten “weiter so”. Sichtlich gebannt hörten sich die knapp 50 Zuhörer mögliche Alternativen, nachhaltige Entwicklungsszenarien und Handlungsstrategien von Stephan Wallaschkowski an. Auch die anschließende Diskussion wurde lang und intensiv geführt und schließlich drehte sich alles um die entscheidende Frage: Was kann jeder Einzelne tun? Um ein letztes positives Gefühl bei diesem ernsten und wichtigen Thema nicht zu verlieren, sorgte unser unterhaltsamer wie positiv verrückter Beatboxer Jibbel Jay (Supakool-Gang) für gute Laune und den ein oder anderen fetten Beat vor und nach dem Vortrag. Slam Shot 3 und der Abend mit Stephan Wallaschkowski wird vielen von uns in positiver (nachhaltiger) Erinnerung bleiben – Wir fanden es spitze!

Last but not least: Natürlich hatte auch Tag 5 einen letzten Programmpunkt und der fand in der schmucken Ehrenfeld-Eisdiele I AM LOVE statt. Fragen bei einer Kugel Eis waren: Was ist im Graffiti Avantgarde? Wie verhalten sich die ungenehmigten Malereien auf Betonbrücken und U-Bahnzügen zu den Inhalten und Idealen der klassischen Kunst-Avantgarden? Robert Kaltenhäuser führte durch den Abend anhand überraschend aktueller und historischer Graffiti-Bezüge und vermittelte so ein wenig kritisches Rüstzeug beim Blick auf die Stilblüten einer so gehypten wie gehassten Kunstform. Der freie Kurator und Publizist (“beyond StreetArt”, “Zugriff – Schriften zum visuellen Ungehorsam”) nahm uns auf erstaunlich erfrischende Art und Weise mit in die Welt einer Subkultur.

Das war Tag 5 des Festivals n.a.t.u.r.