Fahrradschraubaktion

Tag 6 – Festival n.a.t.u.r.

Tag 6 unseres Festival n.a.t.u.r. 2015 stand ganz im Zeichen unserer Slam Shot-Reihe! Gleich drei Slam Shots fanden am Abend gleichzeitig statt und wir riefen den “Super Slam Shot Wednesday” für euch aus! Zudem starteten wir am Mittwoch unsere große Fahrrad-Spendenaktion für Geflüchtete in Bochum! Außerdem geschah noch vieles mehr am sechsten Festival-Tag – Viel Spaß!

Festival n.a.t.u.r. meets Fahrrad-Schrauberaktion

tf7clbBOn0an_ujyVkh1F6fljakpZgkW6oSujlh1-joBereits mehrere Festival-Tage vor Tag 6 wurde im Hof der Zukunftsakademie NRW fleißig gewerkelt. Der Grund war folgender: Wir riefen die BochumerInnen dazu auf ihre ausrangierten Fahrräder für Geflüchtete zu spenden und die Resonanz erschlug uns im positiven Sinne!  Mehr als 250 Drahtesel wurden bei unserer “Fahrradschraubaktion” von Bürgern unserer Stadt abgegeben.

Die Fahrräder wurden von unseren n.a.t.u.r.-HelferInnen im Hof der ZAK repariert und im Anschluss an Geflüchtete in Bochum gespendet.

Wir sind begeistert von eurer Spendenbereitschaft und ein bisschen stolz auf die Aktion & das großartige Engagement unserer Stadt!

 

Super Slam Shot Wednesday

Im Rahmen unseren Slam Shot-Reihe luden wir zeitgleich an diesem Abend ins Orlando, Tucholsky und in die ZAK ein.20150930_natur_orlando058-9 Los ging es im Orlando mit Professor Markus Gehnen von der TFH Bochum und dem spannenden Thema “Smart Buildings – Effizienter Energieeinsatz in Gebäuden”. Wer „Smart Building“ hört, denkt vielleicht auch gleich an „Smartphone“. So abwegig ist das nicht; in letzter Zeit liest man viel von Systemen, die eine Licht- oder Heizungssteuerung per App versprechen. Damit ein Gebäude effizient mit Energie umgehen kann, gehört aber viel mehr dazu, wie Professor Gehnen uns verriet. Von der Bauausführung über die technische Gebäudeausrüstung bis hin zu ihrer Steuerung muss alles zusammenpassen. Das „smarte“ daran ist dann die Art und Weise, wie das Zusammenspiel der Systeme organisiert ist, ohne den Nutzer damit zu überfordern. Professor Gehnen brachte uns die innovative Technik im gemütlichen Orlando auf smarte Art und Weise näher und wurde mit einer musikalischen Performance von unserer Singer-Songwriterin Jules unterstützt.

Versauert, verschmutzt, erwärmt, überfischt – das ist das Schicksal vieler Meere, Flüsse und Gewässer und war das Thema des Slam Shots 6 im schmucken Café Tucholsky im Bermuda3eck. Wie aber reagieren die Ökosysteme auf die vielen Stressfaktoren? Dies wollte Prof. Dr. Florian Leese (Uni Duisburg-Essen) mit uns zusammen herausfinden. Wie stark der Mensch die Ökosysteme belastet, untersucht Professor Leese derzeit an Fluss-Systemen. 20150930_natur_tucholsky057-36Professor Leese nahm uns mit auf eine Zeitreise der verschiedenen Ökosysteme und jedem Zuhörer wurde bewusst, wie wichtig die biologische Vielfalt für unseren Planeten ist und wie schnell diese sich (durch den Menschen) verändert. Leese referierte über Arten im Südpolarmeer und in der Tiefsee, über  die Folgen für die Umwelt und die Möglichkeiten jedes Einzelnen, etwas gegen das angeprangerte Schicksal zu tun. Abgerundet wurde der spannende Vortrag durch unser sympathisches Vater-Tochter “Pfeifduo”, die über ein tolles Vogel-Gezwitscher-Repertoire verfügten und auch die ein oder andere bekannte Pop-Melodie wiedererkennen ließen. 

Mit den Aufgaben der Klimaethik beschäftigte sich Prof. Dr. Klaus Steigleder (Ruhr-Universität Bochum) derweil zur gleichen Zeit in der ZAK. 20150930_natur_zak059-23Der von uns Menschen bewirkte Klimawandel gehört zu den gefährlichsten und dringendsten Problemen unserer Zeit. Klimaethik ist vor allem Risikoethik. Die wichtigste Frage ist, welche globale Erwärmung riskiert werden darf. Professor Steigleder resümierte abschließend (und sein Appell fiel energisch aus), dass schnellstmöglich eine umfassende und ganz drastische Reduktion der globalen Kohlendioxidemissionen stattfinden müsse. Der Abend wurde von Anton Richard am Cello musikalisch begleitet, der zu seinen musikalischen Stationen neben St. Petersburg, Köln und Essen, nun auch die ZAK NRW in Bochum zählen darf.

 

Fieberwelten-Lesung im Neuland

Den Abschluss von Festival Tag 6 bildete die Lesung: Geschichten aus der Fieberwelt im Neuland in der Rottstraße. Fiebrige Ästhetik trifft urbanen Rausch – Das war das Motto des Abends und Sam Greb, der bereits vor zwei Jahren schon einmal Gast des Festival n.a.t.u.r. war, erfüllte unserer Erwartungen voll und ganz!

i-T7Xb6MrzV5GrWTcLdYewBvWCA-jrmeDvMmc_66a5wDie Fieberwelt ist ein Ort des Exzesses, bevölkert von irrlichternden Gestalten. Das Hässliche birgt in sich eine Schönheit, die dem Unvorsichtigen zum Verhängnis werden kann. Sam Greb, der Gemahl Chronist des Exzesses, schreibt fiebrige Tatsachenberichte und surreale Fantasien. Seine Geschichten sind eine Liebkosung des Verfalls und des Desolaten sowie Liebeserklärungen an die Hoffnung. Doch Sam Greb spricht nicht. Es ist sein treuer Begleiter, der den Erzählungen Leben einhaucht und die Zuhörer in die Fieberwelt entführt… und so war es dann auch: Sam Greb entführte uns mit in seine fieberhaften Geschichten und wir lauschten gespannt! Ein toller, spannender und zugleich surrealer Abend, den wir alle im Neuland miteinanderverbringen durften! Sam,Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

 

Das war Tag 6 des Festival n.a.t.u.r. 2015!